Der rigide Typus entsteht meist in der Phase, in der das Kind beginnt, seine Sexualität zu entdecken.
Wenn es dabei Frustration oder Bestrafung erlebt – etwa weil ein Elternteil bedrohlich oder abweisend auf das
kindliche Interesse reagiert – wird das Bedürfnis nach Lust und Nähe tief verletzt.
Das Kind lernt: Nähe ist gefährlich.
Es beginnt, sich indirekt Nähe zu holen – durch Kontrolle, Stolz oder geschicktes Manövrieren.
Die Zurückweisung der erotischen Lust wird als Ablehnung der Liebe empfunden – und trifft den Stolz mitten ins
Herz.
Energetischer Zustand
Der rigide Typ hat viel Energie – sie strömt vom Zentrum nach aussen, wird aber an der Körperoberfläche gestoppt.
Gefühle sind da, aber sie werden nur begrenzt gezeigt.
Die Gliedmassen sind oft heiss, die Muskulatur angespannt – besonders die langen Streck- und Beugemuskeln.
Er ist leicht erregbar, aber drückt seine Impulse kaum aus.
Die Augen sind energetisch geladen – und tragen oft den Ausdruck eines gebrochenen Herzens.
Körperliche Merkmale
Der Körper ist gut proportioniert, muskulös, lebendig und beweglich.
Die Haut hat eine gesunde Farbe, die Augen glänzen.
Der Beckenbereich ist zurückgezogen – ein Zeichen für zurückgehaltene Sexualität.
Typisch sind Hohlrücken und ein betonter Po (»Sexy-Po«), ein gerades Rückgrat und ein hochgehaltener Kopf –
Ausdruck von Stolz und innerer Spannung.
Psychologische Muster
Die größte Angst des rigiden Typus ist, sich hinzugeben – und dabei verraten oder manipuliert zu werden.
Hingabe wird mit Kontrollverlust gleichgesetzt.
Er hält sich steif, aus Stolz oder Unnahbarkeit, und glaubt: Wenn ich nachgebe, verliere ich mich.
Nachgeben wird mit Kollaps gleichgesetzt.
Er hat eine starke Ich-Position und kontrolliert sein Verhalten genau: »Ich bin frei, solange ich mich nicht
hingebe.«
Doch echte Entladung ist kaum möglich – denn darunter liegen die einst bestraften Bedürfnisse nach Lust und Nähe.
Rigide Menschen sind oft ehrgeizig, kämpferisch, weltorientiert. Passivität empfinden sie als Schwäche.
Sie wirken eigensinnig, stolz, manchmal störrisch – und haben Angst, sich lächerlich zu machen, wenn sie sich
gehen lassen.
Trotzdem haben sie ein starkes Selbstgefühl und können viel aus sich machen – besonders, wenn die innere Struktur
sich öffnet.
Sie sind oft erfolgreich, präsentieren sich gerne, wirken attraktiv – aber die Hingabe fehlt, das Herz bleibt
verschlossen.
Männer: Potenzprotze, narzisstisch, stark sexuell aufgeladen – aber ohne echte Nähe.