Ursächliche Prägung
Anmerkung: Heute versteht man unter dieser Prägung einen Narzissten.
- Die Wurzeln liegen in einer subtilen Verführung durch einen Elternteil – nicht offen sexuell, aber emotional bindend.
- Das Kind wird benutzt, um die narzisstischen Bedürfnisse des Elternteils zu stillen.
- Diese »Verführung« fühlt sich für das Kind wie Zurückweisung an – es fehlt an echtem Halt und Kontakt.
- Oft entsteht ein Dreiecksverhältnis: Das Kind konkurriert mit dem gleichgeschlechtlichen Elternteil und kann sich
nicht mit ihm identifizieren.
- In dieser verletzlichen Lage reagiert das Kind entweder mit Dominanz (tyrannisierend) oder mit Manipulation.
- Zusätzlich wirken einschränkende Botschaften wie »Sei still!« oder »Du bist ja so lieb – aber jetzt sei ruhig!«
- Das Kind will sich entfalten, kämpft gegen diese Einschränkungen – und tyrannisiert andere oder manipuliert, um
sich Raum zu verschaffen.
- Die Demütigungen durch die Eltern erzeugen Hass – und Schuldgefühle gegenüber ihnen.
Energetischer Zustand
- Die Energieverteilung im Körper ist unausgewogen:
- Sie fliesst stark in den Kopf – dort wird ständig überlegt, wie man Kontrolle behalten kann.
- Nach unten ist der Fluss blockiert – besonders im Zwerchfell und der Taille.
- Tyrannischer Typ: Energie geht nach oben, das Becken bleibt starr und unterladen.
- Manipulativer Typ: Becken ist überladen, aber nicht mit dem inneren Kern verbunden.
Körperliche Erscheinung
- Tyrannischer Typ:
- Stark ausgeprägter Oberkörper, schmaler Unterkörper.
- Hochgezogene Schultern, herausgestreckte Brust, starrer Körperbau.
- Wache Augen, wacher Kopf.
- Manipulativer Typ:
- Körper wirkt ausgeglichener, Rücken sehr flexibel.
- Augen wirken verführerisch.
- Beide Typen zeigen Verspannungen im Zwerchfell, in der Augenpartie und am Hinterkopf.
Psychologische Muster
- Tyrannischer Typ: Dominant, kontrollierend, machtorientiert.
- Manipulativer Typ: Charmant, verführerisch, hintergründig.
- Grundängste:
- Angst vor Erniedrigung, Niederlage, Abhängigkeit, Fehlern und Bedürftigkeit.
- Minderwertigkeitsgefühl wird durch Kontrolle über andere kompensiert.
- Gleichzeitig besteht Abhängigkeit von denen, die kontrolliert werden – ein orales Muster.
- Der psychopatische Typ will Nähe – aber nur, wenn er die Kontrolle behält: »Du darfst mir nahe sein, solange du zu
mir aufblickst.«
- Er muss in jeder Konkurrenzsituation gewinnen – oft mit Sexualität oder Verführung.
- Er strebt nach Kontrolle und scheinbarer Freiheit – kann sich aber kaum hingeben oder entspannen.
- Gefühle werden geleugnet, Bedürfnisse versteckt.
- Er bringt andere dazu, ihn zu brauchen – damit er seine eigene Bedürftigkeit nicht zeigen muss.
- Gesellschaftlich:
- Oft in Führungspositionen, Machtmenschen.
- Auch Mode und Stil sind oft psychopatisch geprägt.
- Sexualität:
- Lust und Sex als Mittel zur Kontrolle.
- Leistungsdruck, oft mit Impotenz verbunden.
- Genuss und Hingabe fehlen – der Körper bleibt unter Spannung.
- Stärken:
- Direktheit, Kraft, Wille, Mut.
- Fähigkeit, andere zu provozieren und aus der Reserve zu locken.
- Positive Macht, Führungsqualität.
- Typische Beschwerden:
- Magengeschwüre
- Herzprobleme (besonders bei Niederlagen)
- Midlife-Krise
Therapieziele
- Der psychopatische Typ muss lernen, loszulassen – und Zugang zu seinen tieferen Schichten finden:
- Bedürftigkeit
- Traurigkeit
- Verletzlichkeit
- Angst vor Kontrolle und Manipulation
- Therapieansätze:
- Verunsicherung, Fehlschläge, Karrierekrisen, Hingabe, Grounding.
- Verbindung zum Herzen – Schmelzen!
- Lernen zu nehmen, Bedürfnisse zu äußern, zu bitten, dankbar zu sein.
- Wichtig:
- Nicht in Machtspiele einsteigen.
- Aufgaben stellen, aus dem Kopf holen, Herzverbindung fördern.
- Erst kommt Wut, dann Traurigkeit.
- Hilfreich: Körperarbeit, Pulsation, Atemübungen, Energiearbeit.